Yoga in der Weinleiten
Kärntens erstes Iyengar-Yoga-Studio
© Dr. Annette Blühdorn, Yoga in der Weinleiten,
Iyengar-Yoga Millstätter See
Iyengar-Yoga
Yoga ist ursprünglich eines der sechs klassischen, philosophischen Systeme
Indiens und hat als solches mit dem, was wir heute unter Yoga verstehen, wenig
zu tun. Yoga ist die Mystik Indiens. Wichtigster Quellentext dieser philosophi-
schen Schule sind die Yoga-Sutras des Patanjali (4.Jh. n.Chr.). Das Wort
“Yoga” („der Yoga“) hat viele Bedeutungen. Bei Patanjali ist Yoga “Konzen-
tration” und “Sammlung”, B.K.S Iyengar definiert Yoga als „Einheit“ oder
„Vereinigung“ – das Ziel aller Mystik.
Etwa ab dem 9.Jh. n.Chr. wird der Yoga stark von der Philosophie des Tantra beeinflusst. Im
Tantrismus gilt der Körper nicht als Hindernis, sondern als Werkzeug auf dem Weg zur Erleuchtung, und
diese Erkenntnis durchdringt nach und nach die Philosophie des Yoga. So bildet sich ab dem 11.Jh. eine neuartige
Form der Yoga heraus, Hatha-Yoga – kraftvoller Yoga genannt. Der Name nimmt Bezug auf die starke Wirkung,
die den Übungsformen, also Asanas, Körperhaltungen, und Pranayama, Atemübungen, zugesprochen wird. Sie
dienen der Gesundheitsförderung und Lebensverlängerung.
Iyengar-Yoga® ist eine physisch und
mental anspruchsvolle Form des Yoga, die
aus dem Hatha-Yoga hervorgegangen ist.
Sie wurde von dem Inder B.K.S. Iyengar
(1918-2014) entwickelt und nach ihm be-
nannt. Im Zentrum steht das präzise und
systematische Üben der Asanas. Folgende
Merkmale sind charakteristisch für den
Iyengar-Stil:
Korrekte Körperausrichtung (alignment): Wenn Knochen und Gelenke, Haut und Muskeln harmonisch zusam-
menarbeiten, spüren wir eine ganzheitliche Stabilität.
Die Körperausrichtung setzt Präzision und Detailarbeit bei der Ausübung der Asanas voraus. Es entwickelt sich ein
neues Körperbewusstsein und indem wir unseren Körper besser wahrnehmen, lernen wir, Fehlhaltungen zu redu-
zieren oder zu beseitigen.
Systematisch aufgebaute Übungssequenzen berücksichtigen die anatomischen und physiologischen Verknüpf-
ungen der ausgewählten Haltungen (sequencing). Die methodisch gezielte Reihung der Asanas lässt uns im
Üben erkennen, dass bestimmte Aktionen einzelner Körperteile in anderen Asanas wiederkehren und die Asanas
ein System bilden, in das sich unser Körper als ein harmonischer Kosmos einfügen kann.
Durch den Einsatz von Hilfsmitteln, die B.K.S. Iyengar entwickelt hat, können auch weniger bewegliche Schüler-
Innen die Asanas mit Gewinn einnehmen. Darüber hinaus erlauben es die Hilfsmittel, in bestimmten Haltungen
länger zu verweilen. Das längere Halten der Asanas ist bei fortgeschrittener Übungspraxis auch ohne Hilfsmittel
ein Ziel des Iyengar-Yoga, um sie auf diese Weise intensiver zu erleben und mit dem Körper zu verschmelzen.
Die Asana-Praxis gilt als Meditation, deshalb wird Meditation nicht isoliert unterrichtet. Indem man sich voll-
kommen auf die Körperarbeit konzentriert, werden die Gedanken und der Geist gebündelt, was einem meditativen
Zustand gleichkommt.
Atemkontrolle, Pranayama, wird erst eingeführt, wenn durch anhaltende Asana-Praxis eine hinreichende Kenntnis
und Öffnung der für die Atmung verantwortlichen Körperregionen erreicht ist.
Der heutige Moderne Yoga, wozu auch Iyengar-Yoga zählt, entwickelte sich seit dem frühen 20. Jhdt. aus dem
Hatha-Yoga und in konstruktiver Auseinandersetzung mit Einflüssen aus dem Westen, darunter Tanz, Gymnastik,
Bodybuilding und spirituelle sowie nicht-kirchliche religiöse Strömungen. Obwohl es heute als erwiesen gilt, dass
Patanjalis Einfluss auf den Modernen Yoga gering ist, halten alle Richtungen und Stile des Modernen Yoga an
Patanjalis Yoga Sutra als wichtigstem Quellentext fest. Besonders Patanjalis Defintion von Yoga gilt als richtungs-
weisend für unsere Bemühungen im Yoga:
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ
Im Yoga kommen die Bewegungen unseres Geistes zur Ruhe.
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